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Muskelbeschwerden

Beschwerden an der Muskulatur können in Form von Schmerzen, Krämpfen oder Muskelschwäche in Erscheinung treten. Die Ursachen sind vielfältig
von Dr. Dagmar Schneck, aktualisiert am 13.04.2017

Typisch verspannt: Nacken- und Schultermuskeln erwischt es häufig

Thinkstock/iStockphoto

Hinter Muskelbeschwerden können zahlreiche Auslöser stecken, harmlose und ernste. Der folgende Überblick bietet nur eine Auswahl wichtiger Ursachen. Er ist nicht vollständig und darf nicht als Anleitung zur Selbstdiagnose verstanden werden. Die Diagnose kann nur der Arzt nach gründlicher Untersuchung stellen.

Muskelschmerzen treten häufig nach Verletzungen und Überlastung auf (zum Beispiel Prellung, Muskelfaserriss, "Muskelkater"). Meistens besteht ein eindeutiger zeitlicher Zusammenhang mit einem auslösenden Ereignis. Ist das nicht der Fall, kommen verschiedene andere Gründe in Frage. Durchblutungsstörungen, meist der Beine, können sich in typischen gehstreckenabhängigen Schmerzen äußern, die im Stehen wieder rückläufig sind. Auch Polyneuropathien (Nervenschädigung, häufig im Rahmen einer Zuckerkrankheit, aber auch durch chronischen Alkoholkonsum oder Vitaminmangelzustände, zum Beispiel Vitamin-B-Mangel) können sich als Muskelschmerzen bemerkbar machen. Typischerweise treten hier zusätzlich Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit auf. Häufig sind auch generalisierte Muskelschmerzen im Rahmen von Virusinfekten (beispielsweise grippale Infekte oder Influenza). Auch bestimmte Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (wie Muskelrheuma, oder Fibromyalgie-Syndrom) können schwerste Muskelschmerzen verursachen. Nächtliche Muskelschmerzen der Beine können auch durch ein Restless Legs Syndrom ausgelöst werden.

Muskelkrämpfe können durch Mangel an bestimmten Blutsalzen (wie Kalium, Natrium oder Magnesium) bedingt sein. Ein Mangel an diesen Elektrolyten kommt manchmal im Rahmen einer Behandlung mit Diuretika (Wassertabletten) vor – oder durch Flüssigkeits- und Salzverluste über den Magen-Darm-Trakt (zum Beispiel bei Magen-Darm-Infekten, chronischem Gebrauch bestimmter Abführmittel) oder durch starkes Schwitzen.

Eine Muskelschwäche entsteht regelmäßig unter körperlicher Inaktivität, zum Beispiel aufgrund einer längeren krankheitsbedingten Bettruhe oder durch Ruhigstellung einzelner Extremitäten nach einer Verletzung. Dieser Entwicklung versucht man zunehmend durch frühfunktionelle Behandlungswege entgegenzuwirken. Verschiedene Allgemeinerkrankungen können ebenfalls die Muskulatur in Mitleidenschaft ziehen (sekundäre Myopathien). Dazu gehört unter anderem eine Schilddrüsenunterfunktion, ein Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus, das bedeutet zu viel Kortison im Blut), eine fortgeschrittene Nierenfunktionsstörung oder ein Phosphatmangel. Vergleichsweise selten sind neurologische Erkrankungen Ursache einer Muskelschwäche. Infrage kommen hier Störungen an Nerven (wie Rückenmarksverletzungen oder Erkrankungen mit Querschnittssymptomatik, Multiple Sklerose, Guillain-Barré-Syndrom, Kinderlähmung, Amyotrophe Lateralsklerose) oder Muskelerkrankungen (zum Beispiel Myasthenia gravis, Muskeldystrophie). Neben einer schlaffen Muskellähmung gibt es auch eine Lähmung der Muskeln durch erhöhte Muskelspannung (spastische Lähmung). Die spastische Lähmung ist typisch für eine Schädigung bestimmter Regionen im Gehirn (zum Beispiel durch Sauerstoffmangel des Neugeborenen während der Geburt oder durch Schlaganfall, Multiple Sklerose) und des Rückenmarkes (wie bei Querschnittlähmung).

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.




Bildnachweis: Thinkstock/iStockphoto

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